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Stilbegriff und Merkmale der Gründerzeit

Balkonftreischwinger_Carl_Werner_02Als Gründerzeit wird in Deutschland die Epoche nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 bezeichnet.

Der einsetzende Aufschwung durch das Geld aus den französischen Kontributionen (4 Mrd. Mark) wurde genutzt, um den Vorsprung der anderen europäischen Nationen auf dem Gebiet der Industrialisierung aufzuholen.

Während der Beginn der Gründerzeit mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Deutsch-Französischen Krieg recht klar definiert ist, ist das Ende eher fließend.

Einschneidendes Erlebnis für die meisten war der Gründerkrach, bei dem die künstlich aufgeblasenen Aktienkurse wie Seifenblasen platzten und viele Kleinanleger ihre Ersparnisse einbüßten.

Dem Krach folgte die so genannte Gründerkrise, die in wirtschaftspolitischer Hinsicht die Abkehr vom Wirtschaftsliberalismus mit sich brachte.

Die Möbel der Gründerzeit tragen überwiegend opulente Aufsätze und sind sehr reich verziert mit Muscheln, Kapitellen, Diamantierungen und ähnlichem. Man wollte zeigen, was man hatte, doch oft wurden die opulent ausgestatteten Wohnzimmer nur genutzt, wenn man Besuch bekam. Das normale Leben spielte sich in der Küche ab, in den Wohnstuben stand die “kalte Pracht”.

Viele Möbel und Uhren aus der Zeit, stammen aus solchen Wohnzimmern, erkennbar an den Löchern des gemeinen Holzbocks, auch Wurmlöcher vom Holzwurm genannt. Der gemeine Bock liebte es kühl und feucht.

Die Architektur, besonders die Fassadenbauweise dieser Zeit findet man auch im Kleinen in den Möbeln wieder, ebenso in den Regulatoren und Tischuhren.

Quelle: Wikipedia.org

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