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Sanssouci - Weichholz Regulator

Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite. Da Sie im Internet die Ware nicht anfassen und begutachten können, möchte ich sie Ihnen mit möglichst aussagekräftigen Texten und Bildern beschreiben. Ihre Geduld wird belohnt werden.

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 01Beachten Sie bitte auch meine AGB. Dort finden Sie neben weiteren Informationen auch meine Kontaktdaten.

_beschreibung

Seltene Gelegenheit! Lenzkirch Werk, antikes Prunkpendel und wunderschöne Glasscheibe zu einer neuen uhr verarbeitet!

Wenn Sie eine passende Wanduhr zu einer Weichholz Einrichtung suchen, werden Sie für gewöhnlich nicht fündig. Es sei denn, Sie geben sich mit MDF-Platten oder Spanplatten zufrieden.

Sie sehen hier etwas. das es eigentlich nicht gibt. Die Nachbildung eines  antiken Lenzkirch Regulators, eigenhändig in Weichholz gebaut.

Das Original war vom Holzwurm pulverisiert worden, eine Restauration lohnte sich nicht, bzw. wäre nur eine Kopie gewesen. So etwas mache ich nicht. Also entstand aus der alten Scheibe, dem Werk, Pendel und Skala diese Uhr. Die Seele dieser Uhr ist ein komplett restauriertes, sehr hochwertiges Lenzkirch Uhrwerk. Alle Gehäuseteile sind selbst gemacht.

Seit den 70er Jahren wächst die Anzahl der Menschen, die sich den Weichholzmöbeln verschrieben haben. Diese Entwicklung ist nur zu gut verständlich. Welcher Kenner könnte sich ihrem Charme entziehen? Auch bei mir hatten die hellen, freundlichen Möbel Einzug gehalten. Doch wenn ich mich in meiner Wohnung umsah, so wurde mir immer deutlicher, daß ich etwas vermißte. Das beruhigende Ticken einer Wanduhr.

Leider fand ich keine antike Uhr, die zu meiner Einrichtung gepasst hätte. Die Idee, ein altes Gehäuse abzulaugen, gar das Furnier zu entfernen, um zu meinem Ziel zu kommen, verwarf ich schnell wieder. Zwar würde ich dabei auf Weichholz stoßen, doch da man damals Mischhölzer beim Bau der Gehäuse verwandte, wäre eine gleichmäßige Struktur nicht zu erreichen gewesen. Und außerdem: Wer würde eine alte, wertvolle Uhr so verschandeln?

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 02Bei meinen Besuchen von Antikmärkten war mir aufgefallen, daß man immer wieder Regulatoren-Uhrwerke findet, deren Gehäuse nicht mehr existieren. Und da kam mir der Gedanke, für solch ein antikes Werk ein Gehäuse zu entwerfen, das den Geist der damaligen Zeit verkörpern würde.

Das Ergebnis war verblüffend: Diese Uhr wurde mir förmlich aus den Händen gerissen. Durch den Erfolg beflügelt, fertigte ich Gehäuse verschiedener  Ausprägungen, mal eher schlicht, mal eher üppig. Ich machte mich auf und stellte einige Modelle Besitzern von besonders schön eingerichteten Blumengeschäften, Antikläden und Weichholz-Einrichtungsgeschäften vor. So kamen plötzlich Anfragen von Menschen, die meine Uhren in diesen Geschäften gesehen hatten.

Das komplett handgearbeitete Gehäuse und das fachmännisch und liebevoll restaurierte, mindestens 100jährige Uhrwerk machen den besonderen Reiz dieser Uhren aus. Die Gehäuse sind patiniert und auf alt getrimmt, damit passen sie hervorragend zu antiken Weichholzmöbeln. Bei der Verarbeitung wird darauf geachtet, daß die Uhren zu antiken Weichholzmöbeln passen. Es handelt sich also nicht um hochfeine Uhren, sondern rustikal gefertigte Gehäuse. Unregelmäßigkeiten und Ungenauigkeiten sind gewollt, da auch antike abgelaugte Möbel diese Unregelmäßigkeiten aufweisen.

Jede Uhr ist ein handgefertigtes Unikat, das in vielen Arbeitsstunden entstanden ist. Kein Teil einer solchen Uhr entstammt maschineller Produktion. Sie erhalten ein einmaliges Stück, das Sie nirgendwo anders erwerben können. Auf das Herzstück dieser Uhr, das sorgfältig gereinigte 100jährige Uhrwerk hochwertiger Qualität, erhalten Sie ein Jahr Gewährleistung. Das Konzept in Farbe und antiker Erscheinung funktioniert nur bei der hier angebotenen Farbe Weichholz antik. Daher werden in der Regel keine anderen Farben angeboten. Hinzu kommt, daß Weichholz viele natürliche Fehler aufweist, wodurch eine z.B. in Nußbaum gebeizte Weichholz Uhr nie so perfekt sein kann, wie eine echte Nußbaum Uhr.

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 03Die Regulatoren sind aus Fichten- Erlen- Linden- und Tannenholz gefertigt. Das Holz wurde vorsichtig und ohne Chemie patiniert.

Dadurch ist das gesamte Gehäuse ökologisch und gesundheitlich völlig unbedenklich. Die Oberflächenveredlung erfolgt mit reinem Bienenwachs, ein wenig auf Seidenglanz poliert.

Der Regulator passt sich in Farbe, Bauart und Oberflächenbehandlung antiken Möbeln aus Weichholz an. Aber auch mit Möbeln neuerer Fertigung "verträgt" er sich ausgezeichnet.

Unebenheiten, Ungenauigkeiten, Holzäste, Patina und künstliche Gebrauchsspuren sind gewollt.

Damit fügt sich das Gehäuse optisch in Ihre antike Einrichtung ein. Die Uhrwerke können leichte Dellen in der Lünette (Zifferblattumrandung), feine Haarrisse oder kleinere Gebrauchsspuren in der Pendellinse aufweisen.

Grundsätzlich erhalte ich alles, was noch gut aussieht. Sichtbare Ausbesserungen würden das Flair der Uhr zerstören.

Die Uhren sollen also nicht fein aussehen, sondern Werk und Gehäuse sollen eine Einheit bilden. Eine total ebenmäßige und glatte Oberfläche würde dem Konzept nicht gerecht.

Sie bekommen eine Uhr mit Herz. Keine industrielle Massenware.

Aber wenn Sie das wollten, hätten Sie den Text nicht bis hierher gelesen. Ihre Uhr gibt es nur einmal.

Bei jeder Fertigung werden kleine Nuancen verändert.

_firmengeschichte (bezieht sich nur auf das Uhrwerk!)

Ich zitiere hier stark verkürzt meinen sehr geschätzten Ratgeber, Hans-Heinrich Schmid, den Verfasser des “Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie”.

__lenzkirch

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 04Am 31.08.1851 wurde die Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation, Lenzkirch (Alg- später Agul) gegründet, die erste Uhrenfabrik im Schwarzwald.

Treibende Kraft für die Firmengründung war Eduard Hauser (*21.08.1825, +1900), der 1840 zur Ausbildung in die kleine Orchestrionfabrik Ignaz Schöpperle sen. eintrat und die Herstellung von mechanischen Spielwerken erlernte. Da ihn aber der Uhrenbau interessierte, ging er für mehrere Jahre in die Schweiz und nach Frankreich, um die Herstellung präziser Uhrwerke kennenzulernen.

Zurückgekehrt gründete er 1846 mit Ignaz Schöpperle (*1810, +1882), dem Sohn seines früheren Lehrherren, die Firma Schöpperle & Hauser.

Ihr Ziel war die fabrikmäßige Herstellung von präzisen Uhrenteilen, die sie an die hausgewerblichen Schwarzwälder Uhrmacher verkaufen wollten. Diese verhielten sich sehr ablehnend und das Kapital wurde knapp. Als Geldgeber konnte die Handelsgesellschaft Faller, Tritscheler & Cie. gewonnen werden, die bedeutende Summen investierte und bis 1867 auch die Buchführung der Firma übernahm.

Die Gründungsmitglieder der Firma Lenzkirch im Jahre 1852 waren Hauser, Schöpperle, Nikolaus Rogg, Paul und Nikolaus Tritscheler und Josef Wiest, die alle jeweils 5000 fl in die Gesellschaft einbrachten. Hauser wurde technischer Direktor und führte durch seine vielen Erfindungen und Konstruktionen von Produktionsmaschinen, sowie durch solide Werkskonstruktionen die Firma rasch zur Weltbedeutung.

Bereits 1858 wurde Lenzkirch die erste Auszeichnung auf der Gewerbeausstellung in Villingen verliehen. Es folgten weitere 15 Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Ausstellungen, u. a. München 1854, London 1862, Paris 1867 und 1900, Chile 1875, Philadelphia 1877, Barcelona 1888.

Eduard Hauser erhielt auch viele persönliche Auszeichnungen: 1858 Verdienstmedaille, 1885 in Antwerpen Diplom mit Medaille und 1891 den Zähringer Löwenorden durch den Großherzog von Baden.

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 05Anfangs wurden in Lenzkirch französische Rohwerke bezogen und eingebaut. Als der Import wegen der zunehmenden politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich immer schwieriger wurde, entwickelte Lenzkirch ab 1867 eigene Tischuhrwerke, Kleinregulatorenwerke und vor allem Reisewecker mit massiven Werken nach französischem Vorbild, die sehr gut verkauft wurden.

In erheblichem Umfang wurden auch Uhrenteile produziert. Die Firma Lenzkirch war die erste deutsche Firma, der die Herstellung von Uhren-Aufzugsfedern gelang und die damit den ganzen Schwarzwald belieferte. Uhrenfedern wurden nämlich vorher aus Frankreich importiert.

Lenzkirch besaß eine eigene Gießerei, Walzwerk, Sägerei, eine galvanische und mechanische Werkstatt, sowie eine große Gehäusetischlerei, die durch ihre aufwändigen Gehäuse den Ruf der Firma entscheidend begründete.

Für die Gehäuse war der Sohn, Karl Albert Hauser verantwortlich, der u. a. an der Uhrmacherschule in Furtwangen seine Ausbildung erhielt und auch Architekt, Werkzeug- und Formenmacher war. Nach dem Willen seines Vaters hätte er zusammen mit seinem Bruder Emil die Firmenleitung übernehmen sollen.

Noch 1895 stand das Unternehmen Lenzkirch an der Spitze der Uhrenfirmen in Deutschland. Da in Lenzkirch aber zu keiner Zeit Uhrwerke amerikanischer Bauweise gebaut wurden, ein Fehler, der die Firma Lenzkirch langfristig ihre Vorrangstellung in Deutschland kostete, beteiligte sich Lenzkirch auch nicht an den Verhandlungen mit den anderen deutschen Uhrenherstellern an den Uhrenkonventionen.

Im Jahre 1900 wurde eine Musterkollektion von mehreren hundert Uhrenmodellen angeboten, von der Bodenstanduhr bis zum Wecker, für die etwa 160 (!) verschiedene Werke gefertigt wurden. Die Gehäusemodelle waren Vorbild für alle deutschen Uhrenhersteller, vor allem für die Firmen in Schwenningen.

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 06Doch der entscheidende Rückschlag kam im gleichen Jahr. Ein schwerer Brand, bei dem das ganz Uhrenlager in Flammen aufging, verursachte große Verluste. Ferner war die zu große Zahl der verschiedenen Werke und Gehäuseformen für die Firma ein zunehmendes Problem, das sich in deutlich höheren Preisen gegenüber der Konkurrenz wiederspiegelte. Zum Vergleich: Der baugleiche Reisewecker der Firma Kienzle war etwa 30 % billiger.

Eduard Hauser zog sich im März 1899 aus dem Geschäft zurück und starb 1900. Beide Söhne schieden vermutlich wegen Differenzen in der Firmenleitung aus und wechselten zur HAU (Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik, Pfeilkreuz).

Danach ging es in Lenzkirch schnell bergab. Ein allzu großes Beharrungsvermögen ließ Lenzkirch den Anschluß an die leichter und billiger zu entwickelnden “Amerikaner-Uhren” verpassen. Man blieb bei den soliden Massivwerken, die sich auf Grund der höheren Preise nicht mehr verkaufen ließen und wurde dadurch im Absatz von immer mehr anderen Firmen überrundet.

Es ist nicht bekannt, wie die Firma Lenzkirch den ersten Weltkrieg überstanden hat, aber es ist von einer Rüstungsprodukion auszugehen, da man andernfalls zur Produktionsaufgabe gezwungen gewesen wäre.

Als in der 20er Jahren der Absatz der Uhren immer schwieriger wurde, trat Lenzkirch 1927 der Interessengemeinschaft mit Junghans, HAU und Becker bei. Die durch die Absprachen erzielten Einsparungen reichten aber nicht aus und 1928 wurde Lenzkirch von Junghans übernommen.

_uhrwerk

Als Uhrwerke für meine Eigenkreationen finden nur unverbastelte Vollplatinen Gründerzeit Uhrwerke von Markenherstellern Verwendung. Sie sind gereinigt, geölt und eingestellt. Es werden ausschließlich mechanische Uhrwerke mit Federzug- tw. auch Gewichtsantrieb verwendet, keine Batterie-Quarz-Werke.

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 01Daß ich ein Lenzkirch Uhrwerk verwende, kommt eigentlich nie vor, denn es kostet allein um die 250 €, ein antikes Prunkpendel um die 150 €. Da sind eine Revision/Reinigung noch nicht berücksichtigt.

Eine solche Uhr ist die Krönung Ihrer Wohnungseinrichtung. Darum kaufen Sie bei mir nicht "die Katze im Sack". Meine Uhrwerke werden nicht nur "in Gang gesetzt", damit sie die Gewährleistungszeit "überleben". Nach menschlichem Ermessen fallen für die nächsten fünf bis sechs Jahre keinerlei Wartungskosten an. Darüber hinaus bin ich bei Problemen jederzeit ansprechbar.

_techdat

Größe gesamt: ca. 95 x 37 x 17 (H x B X T in cm)
Material: Mischhölzer, überwiegend Weichholz, wie Fichte, Tanne, Kiefer, Linde, Schnitzereien, Drechselteile aus Hartholz
Uhrwerk: Laufzeit ca. 14 Tage.
Schlagwerk: Auf Spirale, halbstündlich mit Stundenanschlag
Pendel: Antikes Prunkpendel, Stahl, Bronze
Wartung: Nächste Wartung in 5 - 6 Jahren.

_ladenpreis

899,00 € wie abgebildet

 

 

_pflege

Nur Abstauben, kein feuchtes Abwischen! Alle paar Jahre Wachsbehandlung mit Bienenwachs.

_zubehoer

Ausführliche Pflege- und Bedienungsanleitung, die auch für Laien verständlich ist.

_versand

Weichholz Regulator Lenzkirch Uhrwerk 07Die Uhr wird absolut bruchsicher verschickt. Die Post verlangt ein angemessenes Maß an Dämmstoffen und Füllmaterial, sonst verweigert sie die Haftung zum Beispiel bei Glasbruch.
Versand und Verpackungskosten innerhalb Deutschlands betragen 22,50 Euro.

_garantie

1 Jahr Gewährleistung!

_ineigenersache

Lesen Sie die Artikelbeschreibung bitte aufmerksam durch und beachten Sie bitte auch meine AGB. Die Weichholz Möbel und Uhren sind keine Lagerware sondern Einzelanfertigungen, die erst nach Erteilung Ihres Auftrages gebaut werden. Sie sind von Rücknahme, bzw. Widerruf ausgeschlossen. Sonderwünsche können nur bedingt berücksichtigt werden.

 

Mit Ihrer Überweisung akzeptieren Sie meine Bedingungen. Eine Rückabwicklung ist nur so lange möglich, wie der Artikel noch nicht angefertigt wurde. Abweichungen in Material, Farbe oder Applikationen berechtigen nicht zur Rückgabe. Jede Uhr ist ein Unikat.

Der Kunde kann keinen Einfluss auf das verwendete Uhrwerk nehmen. Es wird genommen, was gut aussieht und gut funktioniert. Alles, was zu einem Uhrwerk gehört, bleibt auch dabei.

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