Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite. Da Sie im Internet die Ware nicht anfassen und begutachten können, möchte ich sie Ihnen mit möglichst aussagekräftigen Texten und Bildern beschreiben. Ihre Geduld wird belohnt werden. Lesen Sie bitte die Texte aufmerksam durch, das erspart Ärger und Enttäuschung auf beiden Seiten. Beachten Sie bitte auch die AGB.
Es ist wiederholt vorgekommen, dass ich meine eigenen Texte und Fotos auf ebay entdeckt habe. Hiermit untersage ich die Benutzung und Weiterverbreitung meiner Texte und Fotos. Bitte beachten Sie, dass Spiegelungen auf Uhrenglas und damit auf Zifferblättern fototechnisch bedingt sind. Das lässt sich nicht immer vermeiden. Ich möchte, dass Sie die Uhren so sehen, wie sie bei Tageslicht aussehen.
Die kleine Zentra – eine Buffetuhr aus der Zeit des Aufbruchs
„Ich war nie laut. Aber ich hatte eine Stimme.“
So beginnt meine Geschichte. Ich wurde geboren in den frühen 1950er Jahren, in einer Fabrik, die noch nach Maschinenöl, schwarzem Kaffee und Ehrgeiz roch.
Einem Ort, wo Männer in grauen Kitteln mit Schraubenziehern in der Brusttasche meine feinen Räder aufeinandersetzten.
Wo man mit gespitzten Lippen und öligen Fingern vom Uhrenöl und Federhausfett prüfte, ob mein Herz – mein Gehwerk – gleichmäßig arbeitete.
Ich war keine Massenware, nicht aus Plastik, sondern aus Mahagoni und Glas, mit goldenen Ziffern und einem Ticken, das wie das Nicken eines höflichen Butlers klang – nicht etwa vom Schlagwerk, sondern von meinem fein justierten Gehwerk mit einer ehrwürdigen Unruh, die mir Leben einhauchte.
Ich erinnere mich an meine Geburt: Auf dem Werkbrett lag ich, noch ohne Glasdeckel, aber schon mit Stolz. „Zentra“, flüsterte einer der Uhrmacher, „sie wird’s weit bringen, die Kleine.“ Und so geschah es.
Meine erste Reise ging in ein Möbelhaus mit viel zu vielen Spitzendeckchen und zu wenigen Fragen. Dort kam ein Ehepaar mittleren Alters vorbei – er mit Seitenscheitel und Sie mit Dauerwelle und einem Blick, der alles auf Effizienz prüfte. Sie entschieden sich für mich. Ich passte zum neuen Nierentisch und zur Vitrine mit Bleikristallgläsern. Ich war die Krönung des Wohnzimmerschranks – eine „Buffetuhr“. Ich schlug zur vollen Stunde, zum Halb – und manchmal auch, wenn der Hund bellte.
Oh, und wie ich schlug! Nicht polternd oder aufdringlich, sondern mit einem sanften, warmen Bim-Bam, der sich wie ein Seufzer durch das Zimmer legte. Denn ich trug in mir das Feinste, was ein Schlagwerk besitzen kann: ein Rechenschlagwerk. Keine billige Mechanik, die irgendwas rattert – nein, ich schlug genau das, was die Zeiger zeigten. Keine Kompromisse, keine Fehler. Präzision in Messing und Stahl. Mein Gehwerk war das Herz – aber mein Schlagwerk war die Krone. Und mein Rechenschlagwerk war die Kaiserkrone.
Ich hörte alles. Die Geburt der Kinder, den ersten Farbfernseher, die Dialoge aus „Das Traumschiff“ und den Krach, als der Jüngste die Tür knallte und nicht zurückkam. Ich war da. Immer. Mein Gehwerk tickte stetig, meine Unruh vibrierte wie ein ruhiges Herz, mein Schlagwerk war wachsam und klangvoll. Ich erinnerte die Familie an das Vergehen der Zeit, auch wenn sie das lieber verdrängten.
Doch dann wurde es stiller. Das Haus wurde verkauft, der Sohn hatte keinen Platz für mich – „passt nicht zum skandinavischen Stil“ – und so landete ich auf dem ersten Flohmarkt. Auf einem Tisch mit zerkratzten LPs, Kaffeetassen ohne Untertassen und einem Hinweisschild: „Geht nicht, muss mal gereinigt werden.“
Ach, wie viele von uns landen dort. Wir sind kein Trash, kein Schrott – wir sind Mechanik. Wir brauchen Zuwendung, Öl, Geduld. Doch was wir bekommen, ist Gleichgültigkeit. Man nennt uns „zu teuer“, wenn ein Uhrmacher 180 Euro verlangt, um ein ganzes Innenleben von Jahrzehnten zu reinigen. Dabei hat er Recht – jeder Cent ist verdient, aber wir sind es, die den Preis zahlen.
Ich wanderte weiter. Von Flohmarkt zu Flohmarkt. Einmal landete ich bei einem „Sammler“, der mich in einen Schrank legte und vergaß. Ein andermal bei einer Dame mit Meerschweinchen, die glaubte, ich sei französisch. Ich wollte schreien. „Ich bin aus Westdeutschland, Jahrgang 1953! Ich war mal der Stolz eines Wohnzimmers!“
Zuletzt – und das war fast mein Ende – kam ich in eine Wohnung nahe der Ostsee. Ich roch das Salz, spürte die Nähe der Freiheit, doch sie blieb mir verwehrt. Man ließ mich nicht schlagen, nicht ticken, nicht sehen. Ich wurde in ein Regal im Keller gestopft, zwischen Lackdosen und kaputten Staubsaugern. Mein Mahagonikörper war mit Spinnweben bedeckt, meine Zeiger standen still auf „viertel vor nie wieder“.
Und dann geschah ein Wunder.
Jemand fand mich. Jemand, der nicht nach „läuft“ fragte, sondern nach „Wer hat Dich gebaut? Was brauchst Du? Wie lange willst Du noch leben?“
Seine Hände waren ruhig, sein Blick achtsam. Er hieß: www.wandel-der-zeit.de
Er zerlegte mich nicht – er befreite mich. Er reinigte meine Werke mit Sorgfalt, ölte meine Lager mit Respekt, und dann – oh, wie herrlich – durfte ich wieder schlagen. Nicht laut. Nie laut. Aber bestimmt. Mein sanfter Bim-Bam klang wieder so wie einst – wie ein Gruß an all die Stunden, die noch kommen. Und mein Ticken, das zarte, gleichmäßige Spiel meiner Unruh, war wieder da: Ein höfliches Nicken an die Zeit.
Jetzt warte ich. Ich bin bereit. Bereit für ein Zuhause, das mich hört. Nicht, weil ich laut bin. Sondern, weil ich Bedeutung habe.
Ich bin eine Zentra Buffetuhr. Ich bin nicht retro, ich bin echt.
Und ich habe noch siebzig Jahre in mir. Vielleicht mehr.
Nur brauchst Du mich nicht zu erziehen – Du musst mir nur zuhören.
Das Uhrwerk, ein solides Schwarzwald Uhrwerk, mit Unruh’, ist nach der Reinigung wieder sehr lauffreudig. Die Uhr schlägt sanft und dunkel und entfaltet dabei einen schönen Nachhall durch die Resonanz des Gehäuses.
Das Werk ist frisch gereinigt, geölt und für die nächsten Jahre wartungsfrei. Sie sollten die Uhrenreinigung nach Ablaufen einer gewissen Zeitspanne, im Interesse des Werterhaltes und zum Wohle des mechanischen Uhrwerkes, auf keinen Fall versäumen.
Die empfohlenen Wartungsintervalle richten sich nach dem Uhrentyp. Eine Uhr mit geschlossenem Gehäuse muß nicht so oft gereinigt werden, wie ein Freischwinger.
Eine Revision sollte alle 8 - 10 Jahre erfolgen, bei einer Standuhr alle 10 - 15 Jahre. Meine eigenen Uhren werden alle 5 Jahre gereinigt.
Unterschätzen Sie das bitte nicht, es ist sehr wichtig. Sie geben ja auch Ihr Auto zur Inspektion. Im Gegensatz zu Uhren hat das Auto aber Ruhezeiten. Läuft noch, bedeutet nicht, dass die Uhr sich nicht gerade durch dreckige Lager, Feinstaub in den Lagern und verharztes Fett zerstört. Lesen Sie bitte auch hier.
Eine solche Uhr ist die Krönung Ihrer Wohnungseinrichtung. Sie kaufen bei mir nicht "die Katze im Sack". Meine Uhren werden nicht nur "in Gang gesetzt", damit sie die Gewährleistungs- oder Garantiezeit "überleben".
Gehäuse: Mahagoni, Hochglanz-Schellack
Größe (L x B x T in cm): 40 x 18 x 9 inkl. aller Aufbauten und Zierteile
Uhrwerk: Mit Unruhe
Schlagwerk: Rechenschlagwerk, halbstündlicher Schlag, jede halbe Std. 1 x, zur vollen Stunde die Anzahl der vergangenen Stunden
Alle meine Uhren kommen mit ausführlicher Pflege- und Bedienungsanleitung, mit der auch Laien die Uhren in Betrieb nehmen können.
Zum Lieferumfang außerdem eine digitale ausführliche Firmengeschichte, sowie die Schlüssel zum Aufziehen. Die Bedienungs- und Pflegeanleitungen müssen genau befolgt werden, damit die Garantie erhalten bleibt.
In dem Zusammenhang möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass Sie nirgendwo sonst eine Garantie auf so alte Uhren bekommen.
Bitte niemals Polituren, egal, was die Hersteller versprechen. Möbelpolituren verkleinstern die Poren und bilden mit der Zeit Schichten. Polituren aus Supermärkten enthalten Öle. Diese Öle dringen durch urch feinste Haarrisse, die alle antiken Möbel und Uhren besitzen, ins Holz. Die Folge sind Ölflecken unter dem Schellack und als Spätfolge ein Abstoßen des Schellacks.
Geeignete Polituren bekommt nur der Fachmann im Restaurationsbedarf.
Mit Wachs versiegelte oder konservierte Oberflächen, wie hier, dürfen nicht mit Möbelpolituren behandelt werden. Daher bitte nur vorsichtig mit Staubpinsel abstauben. Ich selbst benutze dafür einen Staubwedel aus Straussenfedern, weil dieser auch antistatisch wirkt. Bitte keine direkte Sonnenbestrahlung, nicht in der Nähe von Kochdunst anbringen oder aufstellen.
In den frühen 20er-Jahren gegründet, zählte das Unternehmen schon 1930 zu den modernsten Uhrenproduktionsstätten der Welt. Der hohe Präzisions- und Qualitätsanspruch führte zur Erweiterung der Geschäftsfelder, sodass Hermle seit vielen Jahrzehnten für drei starke Geschäftsbereiche bekannt ist: Uhren, Uhrwerke und Drehteile. Kundennähe, lösungsorientiertes Denken und optimale Fertigungsmethoden stehen dabei ganz oben.
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Für die Uhr existiert eine sehr gute Verpackung, in der man sie gefahrlos verschicken kann.
Die Versand- und Verpackungskosten innerhalb Deutschlands betragen auf Grund der Größe und des Gewichtes 12,50 Euro. Das Glas wird mit Polsterung und Holz gesichert.
Die Lieferung ins europäische Ausland ist möglich, erfragen Sie den Preis.
Alle angebotenen Uhren laufen, bis sie verkauft sind! Die Lieferzeit beträgt bis zu 2 Wochen , da nur abgelaufene Uhren verschickt werden. Dies dient der Sicherheit der Werke. Kurz vor dem Einpacken wird das Werk noch einmal durchgesehen. Dies ist wegen der angebotenen Garantie erforderlich.
Antike Uhren kaufen die meisten Leute bei Antiquitätenhändlern. Die Händler sind aber keine Uhrmacher. Sie kaufen da “wie gesehen”. Bei Ladengeschäften greift auch das Fernabsatzgesetz nicht. Wenn Sie Pech haben, müssen Sie anschließend zum Restaurator für das Gehäuse und zum Uhrmacher für das Werk. Hier nicht! Die Uhren sind restauriert. Weil ich zu dem stehe, was ich mache, erhalten Sie die Garantie, die Sie auf so alte Werke normalerweise nicht bekommen.
Die Garantie ist freiwillig von mir gewährt und kein Recht, das Sie bei so alten Antiquitäten einklagen können. Sie beträgt ein Jahr ab Zustellung, bzw. Abholung durch den Käufer. Wenn Uhren aber bei mir gelagert werden, weil sie nicht abgeholt werden, läuft die Garantiezeit ab dem Tag der Lagerung.
Wider Erwarten auftretende Reparaturarbeiten am verkauften Uhrwerk innerhalb des ersten Jahres gehen zu meinen Lasten. Eine Garantie auf Gehäuse, die Schwankungen der Umwelt, wie Temperaturen, Luftfeuchte, etc. ausgesetzt sind, gibt es nicht.
Die Garantie erstreckt sich nicht auf Verschleißteile wie Federn, etc.. Diese Kosten müssen Sie übernehmen. Das Auswechseln ist während der Garantiezeit kostenlos! Die Garantie erlischt sofort bei Fehlbedienung der Uhr. Um diese zu vermeiden, gibt es zu jeder Uhr eine Bedienungsanleitung. Bitte lesen sie diese, damit die Tipperei nicht umnsonst war.
Die Versandkosten im berechtigten Garantiefall trägt der Käufer. Beachten Sie bitte die Bedingungen zur Garantie, auch in meinen AGB.
Bedenken Sie bitte, dass die ältesten dieser Uhren über 140 Jahre alt sind. Alle Antiquitäten unterliegen dem natürlichen Alterungsprozess.
Dies kann sich dadurch äußern, dass Holz verzogen ist, das es Wurmlöcher gibt, oder feinste Haarrisse in Zifferblättern. Lünetten oder Pendellinsen können leichte Dellen haben.
Diese Dinge muß man hinnehmen, sie mindern nicht den Wert. Alle Mängel, die die Gebrauchsfähigkeit stören oder die Optik negativ beeinflussen, werden beseitigt, sofern das möglich ist. Hier ist aber immer ein Kompromiß zu finden, um den Wert zu erhalten. Überrestaurierte Antiquitäten besitzen keinen Reiz mehr und sind wertlos.
Konstruktive Mängel der Werke müssen hingenommen werden, da es nicht zur Aufgabe der Restaurierung gehört, eine Antiquität zu verbessern. Zu Konstruktionsmängeln zählen u. a. ungünstig geformte Triebstirnseiten, horizontal stehende Spindelräder sowie große und flache Ölsenkungen und vieles mehr.
Ein automobiler Scheunenfund kann weder am Straßenverkehr teilnehmen, noch wird er Schönheitspreise gewinnen. Ein Dachbodenfund wird erst dann die Zeit zuverlässig anzeigen und ein Schmuckstück Ihrer Wohnung sein, wenn er fachmännisch restauriert worden ist. Uhren, die Sie bei mir erwerben, bringen diese Qualitäten mit. Als gewerblicher Händler bin ich verpflichtet, nach dem Fernabsatzgesetz eine Gewährleistung auf über 100-jährige Uhrwerke zu geben. Davor drücke ich mich nicht, indem ich wie einige andere Gewerbliche als Privatperson auftrete.Der Uhrenkauf soll beiden Parteien Spaß und Freude bereiten. Ihnen als Käufer sichere ich eine Gewährleistung von 1 Jahr zu und liefere alle Uhren mit ausführlicher Bedienungsanleitung, vollständig und mit einer Servicenummer für Notfälle aus.
Das bedeutet für Sie die Sicherheit, eine Uhr zu erwerben, die nicht nur ihre Aufgabe, die Zeit anzuzeigen, zuverlässig erfüllen wird, sondern darüber hinaus eine Wertanlage für die Zukunft darstellt.
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